| Lagerschädlinge und ihre spezifischen Erkennungsmerkmale Text und Bilder sind uns mit freundlicher Genehmigung von http://bayercropscience.de
zur Verfügung gestellt.
Getreideplattkäfer
(Oryzaephilus surinamensis) |
Biologie
Ca. 3 mm langer, schlanker,
abgeplatteter Käfer, tabakbraun, am Halsschild beiderseits
6 spitze Zähnchen. Sehr
lebhaft. 150-200 Eier werden zwischen den Körnern abgelegt. Entwicklungsdauer je nach
Temperatur 3 Wochen bis 4 Monate. Gegen Frost und Lufttrockenheit empfindlich.
Schaden
Käfer und Larve fressen an
Getreidekörnern, Mehlprodukten, Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüssen u.a. In
Lebensmittelbetrieben und -lägern sehr gefürchtet, da er Verpackungsmaterial durchnagt
und wegen seiner geringen Größe und großen Beweglichkeit überall hingelangt. Oft
Folgeschäden von Kornkäfern.
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Kornkäfer (Sitophilus granarius) |
Biologie
3,5-5 mm langer, brauner bis
schwarzer, flugunfähiger Rüsselkäfer. Entwicklung vom
Ei über Larve und Puppe zum
Volltier erfolgt im Getreidekorn, gelegentlich auch in Teigwaren, Graupen u.a. Eizahl pro
Weibchen 100-200 Stück. Das Weibchen nagt ein Loch in das Getreidekorn, das zur Eiablage
dient und danach wieder mit einem Sekret verschlossen wird. Äußerlich fast normal
aussehende Körner enthalten Larve oder Puppe.
Schaden
Durch die Larven werden die
Körner vollkommen aufgefressen. Nur die leere, durchlöcherte Hülle bleibt erhalten.
Befall durch die lichtscheuen Tiere nur im Inneren der Getreidehaufen; Getreide mit hohem
Feuchtigkeitsgehalt wird bevorzugt. Befallenes Getreide erwärmt sich und wird muffig.
Folgeschädlinge vergrößern die Verluste. Der Kornkäfer ist der wichtigste Schädling
in lagerndem Getreide. |
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Reiskäfer (Sitophilus oryzae) |
Biologie
Käfer ca. 3 mm lang, braun
bis schwarz mit 4 orangefarbenen Flecken auf den Flügeldecken, flugfähig. Sonst wie
Kornkäfer.
Schaden
Schaden wie bei Kornkäfer |
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Mehlkäfer (Tenebrio molitor) |
Biologie
Käfer ca. 12-18 mm lang,
frischgeschlüpft braun, später schwarz, Punktstreifen auf Flügeldecken. Ca. 150-200
klebrige Eier werden zwischen der Nahrung abgelegt.
Larve bis 28 mm lang, erst
weiß, dann gelbbraun, glatt, als Mehlwurm bekannt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum
Käfer ca. 11/2 Jahre.
Schaden
Larven und Käfer fressen und
verschmutzen Mehlprodukte, Getreideabfälle, auch Teig-
und Backwaren. Mehl wird
klumpig und riecht muffig. Befall geht meist von unbeachteten Getreide- und Mehlabfällen
aus. Larven bohren gelegentlich auch Löcher in Bretter und Balken. Auch Überträger
verschiedener parasitärer Würmer. |
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Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica) |
Biologie
Der Halsschild des 3 mm
langen, schwarzbraunen Käfers ist kapuzenartig über den
Kopf gestülpt. Auffällig
sind die starke Einschnürung hinter dem Halsschild und die Punktstreifen auf den
Flügeldecken. 300-500 Eier werden an Getreidekörnern abgelegt. Die Larven-Entwicklung
und Verpuppung erfolgen im Korn. Bei Normaltemperatur ca. 2 Generationen pro Jahr. Bei zu
warm eingelagertem Getreide Entwicklungsdauer ca. 5 Wochen, entsprechend mehrere
Generationen pro Jahr.
Schaden
Die Getreidekörner sind
unregelmäßig angefressen oder können völlig ausgefressen werden. Schäden sind auch an
den verschiedensten Getreideprodukten, trockenen Backwaren, Bohnen u.a. möglich. Den
Hauptschaden verursachen die Larven, aber auch die Käfer selbst schädigen durch ihre
Bohrtätigkeit. Wichtiger Verpackungsschädling. |
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Mehlmotte (Ephestia kuehniella) |
Biologie
Flügelspannweite des Falters
22 mm. Vorderflügel bleigrau mit gezackten dunklen Querbändern. Hinterflügel einfarbig,
heller. Ca. 200 Eier. Rötliche, grünliche oder weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft
in Gespinströhrchen. Verpuppung in Verstecken, Ritzen, Säcken u.a. außerhalb des
Nährsubstrats. 3-4 Generationen jährlich. Kälteempfindlicher Schädling.
Schaden
Raupen fressen, verschmutzen
und verspinnen Mehlprodukte, Backwaren, Körner, Dörrobst u.a. Durch die sehr starke
Gespinstbildung kann es in Mühlen zu Verstopfungen der Förder- und Siebeinrichtungen
kommen. |
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Getreidemotte (Sitotroga cerealella) |
Biologie
Flügelspannweite des Falters
bis 18 mm, Vorderflügel lehmgelb mit schwarzen Punkten. Hinterflügel einfarbig, grau.
Raupen erst gelblichrot, dann weiß, bis 6 mm lang, zylindrisch.
Schaden
Raupen fressen runde,
glattrandige Löcher in Getreide-, Reis- und Maiskörner. Korninneres wird zerstört.
Häufig in Importen aus wärmeren Gebieten. |
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